Mai 2009


Am 7. Juni ist Europawahl… … …

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Und hier noch ein Browser-Kampfspiel… (Wer sich an die Prügelpause erinnert – das ist sowas ähnliches.)

Die Petition „Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten vom 22.04.2009“ hat innerhalb von nur 4 Tagen die erforderlichen 50.000 Mitunterzeichner erhalten, damit sich der Petitonsausschuß des Bundestages damit befassen muß.

Auch in der Tagesschau wurde darüber berichtet, leider hört es sich dort so an, als ob alle Unterzeichner „schwer Pädokriminelle“ wären. Was der zu Guttenberg damit zu tun hat frage ich mich sowieso – auf jeden Fall hätte man sich seine sinnverfälschende Aussage genauso sparen können wie die Anmoderation, daß es eine Petition gegen die „Sperrung von Kinderpornografieseiten“ sei oder die „Jubelpostings“ aus Twitternachrichten oder Foren.

Der ganze Beitrag hört sich so an, als ob sämtliche Konsumenten von Kinderporno Angst hätten, jetzt nicht mehr an „frische Ware“ zu kommen. Der ****-Zeitung hätte ich sowas zugetraut, aber dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen? Was machen die denn mit den Unsummen, die ich jedes Quartal an die GEZ-***** überweisen muß? Können die sich keine vernünftigen Recherchen mehr leisten? Ist die Zeit, um sich mit Themen auseinander zu setzen nicht mehr da?

Wieso ich denn gegen die Sperrung von Kinderpornoseiten bin? Weil es so, wie es gemacht wird absoluter Schwachsinn ist. Die jetzige Lösung ist das Verschliessen der Augen. Ich mach das mal anhand eines kleinen Beispiels:

Angenommen, ich wohne in einem großen Hochhaus. Durch mein Wohnzimmerfenster kann ich auf das Hochhaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite schauen. Dort wohnt unter anderem auch meine Tante, der ich täglich gerne zuwinke.

Jetzt sehe ich zufällig, wie dort in einer anderen Wohnung ein Kind mißhandelt wird. Ich melde das der zuständigen Behörde. Die Behörde ermittelt, beschließt eine „Lösung“, um das zu unterbinden und führt diese Aktion zur „Lösung“ des Problems dann aus. (Von Gewaltenteilung ist hier schon nichts mehr zu sehen.)

Diese „Lösung“ sieht jetzt so aus, daß an meinem Hochhaus sämtliche Fenster mit schwarzer Farbe zugemalt werden, von denen aus man auf das andere Hochhaus schauen kann.

Der Mißbrauch in diesem anderen Haus (das oft genug auch in meinem Land steht) geht weiter, ich kann es nur nicht mehr sehen. Meine Tante kann ich übrigens auch nicht mehr sehen, obwohl die mit der anderen Wohnung gar nichts zu tun hat. Aber alle Leute aus anderen Häusern in der Straße können da noch überall hinschauen. Und ich kann mir innerhalb von 5 Minuten am Küchenfenster einen Spiegel installieren, mit dem ich um die Ecke schauen kann und das andere Hochhaus auch wieder sehen kann.

Und das ist jetzt die Lösung von der Frau von der Leyen? Meine Rechte werden eingeschränkt, obwohl in sehr vielen Fällen direkt gegen die Person im anderen Hochhaus etwas gemacht werden könnte? Das Kind wird weiterhin mißbraucht, aber so ist jetzt alles in Ordnung? Und damit gibt sie jetzt an, läßt sich feiern und meint das wäre eine gute Lösung?

Findet ihr auch?

Also wer so eine Logik hat, muß schon ganz gehörige Schmerzen haben beim Versuch, sein Gehirn zu nutzen. Es vergeht wirklich kein Tag, an dem man sich nicht über dieses selbstgefällige, überbezahlte und nutzlose Politiker**** ärgern muß.

Ein weiterführender Artikel zu einem „Einwand“, der vermutlich die nächste Zeit gerne von Politikern gebracht wird: „Und wenn auch nur ein Kind gerettet wird…“ findet sich bei MOGIS. Dort dann auch Zahlen zur Entwicklung des Mißbrauchs und generell auf der Seite viele weiterführende Infos und Erklärungen, weshalb selbst Mißbrauchsopfer gegen diese Art der Sperre sind.