Eigentlich sollen Beschleunigungsstreifen auf Autobahnen und Bundesstraßen doch dazu dienen, daß man seine Geschwindigkeit dem fließenden Verkehr anpassen kann, um gefahrlos auf die Autobahn oder Bundesstraße zu wechseln.

Links habe ich mal aufgezeichnet, wie ich Beschleunigungsstreifen kenne… oder gekannt habe bis letzten Freitag. Die künstlerische Qualität der Zeichnung jetzt bitte mal nicht beachten. 😉

Allerdings kam jetzt jemand extrem schlaues auf die Idee, daß man das verändern muß. Welcher Teufel den Verantwortlichen da geritten hat, kann ich mir nicht vorstellen. So wie rechts sehen diese Streifen jetzt aus. Ja, genau, der dicke weiße durchgehende Streifen wurde fast bis zum Ende durchgezogen und dort eine winzige Lücke gelassen, die die Einfahrt erlaubt. Ich habe jetzt folgende Möglichkeiten:

    Ich beschleunige auf dem Beschleunigungsstreifen, und reiße am Ende bei knapp 100 km/h das Lenkrad nach links. Dabei werde ich mit Schwung auf die B14 katapultiert.
    Ich beschleunige, bremse ab und fahre mit einer Geschwindigkeit weit unter 100 km/h als Hindernis auf die B14.
    Ich fahre bis zum Ende des Beschleunigungsstreifens, halte an, warte auf eine Lücke und fahre auf die B14.
    Ich schere mich einen Dreck um die durchgezogene Linie und fahre wie immer auf die B14: Sicher, mit angepaßter Geschwindigkeit und sanft nach links lenkend.

Der größte Hammer ist der Beschleunigungsstreifen zwischen Rottweil und Zimmern in Richtung Tuttlingen. Dort ist der Streifen so weit durchgezogen, daß ein Auffahren auf die B14 ohne Überfahren der durchgezogenen Fahrbahnmarkierung definitiv nicht möglich ist.

Nach 5 Tagen kann ich aus Erfahrung sagen, daß sowohl ich wie auch alle anderen Autofahrer sich für die letzte Variante entschieden haben und sich einen Dreck um die durchgezogene Linie kümmern.

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