Und nein, nicht wegen des Unfalls in Japan, diese Demonstration war schon lange geplant. In Berlin haben angeblich spontan 100.000 Menschen gegen Atomkraftwerke protestiert.

Und was gibt’s als offizielle Reaktionen? Die AKW-Betreiber sagen, „deutsche Kernkraftwerke sind erdbebensicher“. <IRONIEMODUS> Ja, sicherlich genau so sicher wie in die in Japan. </IRONIEMODUS> Da Japan in einem tektonisch aktiven Gebiet liegt werden dort schon immer erdbebensichere Gebäude erstellt. Jetzt frage ich mich doch, weshalb es dann in einem erdbebensicheren AKW zu einem Super-GAU kommt?

Die deutsche „Politikelite“ richtet ein Krisentreffen im Kanzleramt aus. Vermutlich geht es dabei jedoch um etwas ganz anderes wie das, was dann vor der Presse verkündet wird. Es geht denen doch nur darum, möglichst gut aus der Sache rauszukommen und bei den ganzen anstehenden Wahlen nicht so viele Stimmen zu verlieren. An den Willen des Volkes wird da kein Gedanke verschwendet. Wäre ja auch das erste Mal seit langer Zeit. Frau Merkel spricht „von einer außergewöhnlich ernsten Situation“ und es sei zu früh für Schlußfolgerungen. Zu mehr läßt sie sich -spontan wie wir sie kennen- nicht hinreißen. Aussitzen, wie sie es von „Papa Kohl“ gelernt hat. Nicht mehr mit uns, Frau Merkel! Herr Westerwelle meint „es sei jetzt nicht die Zeit“ für eine Diskussion über die Risiken der Atomkraft angesichts des großen Leids in Japan. Doch, Herr Westerwelle, genau jetzt ist die genau richtige Zeit dafür. Nicht weder Gras drüber wachsen lassen und die Bürger für dumm erklären! Bundesumweltminister Norbert Röttgen stößt ins gleiche Horn und meint, es sei zu früh angesichts der Schreckensbilder aus Japan. Wann wäre es dem Herrn Röttgen denn angenehm? Nach den diesjährigen Wahlen? Wenn er in Pension geht? Oder in etwa 30 Jahren, der ungefähren Halbwertszeit von Cäsium 137 und Strontium 90?

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